Alle Artikel von oliver

Leben an der israelisch-syrischen Grenze

Am 5. Juni 1967 begann der Sechs-Tage-Krieg. Am Morgen des 9. Juni 1967 befahl Verteidigungsminister Moshe Dayan den Angriff auf die Golan Höhen von wo die syrische Armee die israelischen Siedlungen im Hula Tal terrorisierte. Da Dayan ein Eingreifen der mit Syrien verbündeten Sowjetunion fürchtete, beschränkte er die Militäroperation auf die Einnahme der syrischen Stadt Kuneitra und die Gebiete bis zur parallel zur Grenze verlaufenden Schnellstraße nach Kuneitra. Kurz vor Eintreten des Waffenstillstands orderte Dayan schließlich noch die Einnahme des höchsten Gipfels des Hermon Gebirges im nördlichen Golan an. Leben an der israelisch-syrischen Grenze weiterlesen

Das Haus der Ghettokämpfer

Yizchak Katzenelson war ein hoch angesehener Lehrer in Lodz und einer der größten jüdischen Dichter seiner Zeit. Er schrieb in jiddischer und hebräischer Sprache leichte Verse über Jugend und Lebensfreude, verfasste aber auch Gedichte über die tragischen Aspekte des Lebens. Der 1886 geborene Poet war ein leidenschaftlicher Zionist, der die jüdische Gemeinde in Palästina mehrmals bereiste und im Kibbutz Borochov in Lodz aktiv war, wo junge Juden für die Auswanderung nach Palästina tauglich gemacht wurden. Das Haus der Ghettokämpfer weiterlesen

Wegbereiter des jüdischen Staates

Hinsichtlich des Existenzrechtes Israels wird oft kolportiert, dass der Staat als Folge des Holocaust gegründet worden sei. Diesem negativen Gründungsmythos ist zu widersprechen. Er diffamiert den modernen Zionismus, seine Vordenker und die Pioniere, die seit den 1880er Jahren auf die Wiederherstellung der Selbstbestimmung des jüdischen Volkes in seinem historischen Heimatland hingewirkt haben.

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A jiddish ufleb in Tel Aviv

Der Artikel erschien erstmals in der Jungle World 42/2017

Sara Bruck aus Ciechanów lebt in einem Altenheim in Ramat Gan im Bezirk Tel Aviv. Als sie Kind war, saßen am Pessachfest zwei Dutzend Leute am Sedertisch ihres Elternhauses. Die Haggadah wurde auf Hebräisch gelesen, ansonsten wurde bei Tisch, wie auch sonst in ihrer Familie, jiddisch gesprochen. Saras Erinnerungen an die vielen Weisheiten ihres Vaters, seine liebevollen Ansprachen an die Kinder und all seine Witze verbinden sich mit ihrer Muttersprache Jiddisch. Ihr Vater las die Zeitung Die letzte Neies. A jiddish ufleb in Tel Aviv weiterlesen

AAA

Die Facebook Präsenz der Antideutschen Aktion Amidar wurde ohne nähere Angabe zu den Gründen gesperrt und schliesslich gelöscht. Aus Solidarität sei hier noch einmal das Manifest der bedingungslos pro-zionistischen Gruppe dokumentiert. Die Gründung der AAA war initial eine Reaktion auf die anti-zionitische Gruppe Jewish Antifa Berlin und ihr idiotisches Manifest. Obwohl die Seite der AAA auf FB nicht mehr ist, bleibt die Gruppe aktiv und bemüht sich ganz aktuell darum Vorträge pro-zionistischer israelischer Araber und pro-zionistischer israelischer Christen zu organisieren.

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Der jüdische Widerstand in Krakau

Ihre Ideologie hat ihnen nicht abverlangt zu kämpfen oder zu töten. Sie waren Zionisten und ihr Ziel war es, in Eretz Israel ein neues Leben als freie Menschen zu beginnen. Dann wurden sie gezwungen für die jüdische Ehre gegen einen übermächtigen Feind zu kämpfen und zu töten. Sich nicht wie die Lämmer zur Schlachtbank führen zu lassen, wurde zum Lebensinhalt der jungen Zionisten. Der Widerstand, den sie leisteten, übertraf ihre wildesten Vorstellungen. Der jüdische Widerstand in Krakau weiterlesen

Mordechai

Ein Gastbeitrag von Jonas Dörge über Martin Kaufmann, der seine ersten 10 Lebensjahre in Kassel verbrachte um dann 1932 mit seinen Eltern und zwei Brüdern die Stadt zu verlassen und mit ihnen nach Palästina / Israel auswanderte. Als er kurz vor der Auswanderung auf das Kasseler Wilhelmsgymnasium wechselte, erlebte er als Schüler antisemitische Anfeindungen der deutschen Volksgemeinschaft (Nachbarn, Schüler und Lehrer). Trotzdem erinnert er sich gerne an die Straßen und Plätze der Kassel Altstadt zurück, in denen er als „Gassenjunge“ lebte. Martin überlebte den Krieg und heißt seit 1948  Mordechai Tadmor. Er lebt mit seiner Frau heute in Israel.

Der Beitrag erschien erstmals auf dem Blog „Schwerer Sand“ und ist Teil einer kleinen Broschüre, die Mordechai Tadmor, seiner Frau und seinen Eltern gewidmet ist.  Mordechai weiterlesen

Jamal

Jamal Alkirnawi ging im 17. Viertel von Rahat, der größten Beduinenstadt der Welt, auf die Schule. Rahat in der israelischen Negev Wüste hat mehr als 62.000 Einwohner und ist unter knapp drei Dutzend Familienclans in Viertel mit jeweils eigener Infrastruktur aufgeteilt.
Jamal war ein ruhiger und guter Schüler, der wegen seiner Brille oft gehänselt wurde. Als er 15 Jahre alt war, stand ein Austausch mit einer Schule aus Rehovot an. Jamal erinnert sich, wie zwei Wochen lang die Schule geputzt und dekoriert wurde und überhaupt das ganze Viertel in heller Aufregung gewesen sei. Jamal und seine Klassenkammeraden mussten in Vorbereitung auf den Besuch aus Rehovot Darbietungen einstudieren. Der Tag an dem sich die beduinischen und jüdischen Schüler schließlich begegnen, änderte für Jamal alles.

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