Alle Artikel von oliver

The life after survival

On January 13, 2010, the cover page of “24 hours”, a supplement of Yedioth Achronot, featured four dozen historical black-and-white photos of underage survivors of the Holocaust holding a sign with their name in the camera. The pictures were taken after World War II in Kloster (monastery) Indersdorf in Bavaria to give assistance to the search for family members. In 2010 the historic photographs were published in an Israeli newspaper to find these survivors in Israel.

In 2019 the pictures are part of the photo exhibition „HaChaim SheAchare“ (The Life After), which opened on January 20 in the foyer of Tel Aviv University Central Library.
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Gedenken und Lernen im Beit Wolyn

1965 errichtete die Vereinigung Wolhynien mit Geldern, die sie auf der ganzen Welt gesammelt haben in Givatayim ein großes Haus in Form eines Sarges zum Gedenken an Wolhynien. Das Beit Wolyn ist ein extrem brutalistischer und beklemmender Betonklotz. Im Inneren gibt es ein Auditorium, ein paar Ausstellungsstücke und verschiedene Räume für die Untergruppen der Vereinigung Wolhynien, die sich nach der Zugehörigkeit zu den ehemaligen Gemeinden in Wolhynien gliedern. Seit den 70er Jahren nutzt Yad VaShem das Gebäude als Außenstelle. Jeden Sonntag füllt sich das Auditorium des Beit Wolyn mit Leben, wenn Hunderte Senioren aus Givatayim ihre Woche mit dem Besuch einer Vorlesungsreihe beginnen.

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Rauchwolken über dem Paradies

Der Artikel erschien erstmals in der Jungle World #31 2018

Am Tag, als die erste Rakete auf Sderot geschossen wurde, war Dov Trachtman zehn Jahre alt und bei einem Freund zu Besuch. Die Explosion hat er nicht gehört. Als aber auf allen Fernsehkanälen Israel-Karten eingeblendet wurden, auf denen Sderot markiert war, wurde ihm mulmig zumute. Er war hier ­geboren. Terror, sagt Trachtman, hatte er bis zu diesem Tag im März 2001 ­immer nur mit Attentaten in großen Städten assoziiert. Rauchwolken über dem Paradies weiterlesen

Leben an der israelisch-syrischen Grenze

Am 5. Juni 1967 begann der Sechs-Tage-Krieg. Am Morgen des 9. Juni 1967 befahl Verteidigungsminister Moshe Dayan den Angriff auf die Golan Höhen von wo die syrische Armee die israelischen Siedlungen im Hula Tal terrorisierte. Da Dayan ein Eingreifen der mit Syrien verbündeten Sowjetunion fürchtete, beschränkte er die Militäroperation auf die Einnahme der syrischen Stadt Kuneitra und die Gebiete bis zur parallel zur Grenze verlaufenden Schnellstraße nach Kuneitra. Kurz vor Eintreten des Waffenstillstands orderte Dayan schließlich noch die Einnahme des höchsten Gipfels des Hermon Gebirges im nördlichen Golan an.

Omer Wiener, der im Sechs-Tage-Krieg in Samaria kämpfte, schloss sich nach Kriegsende einer Gruppe von Israelis an, die den Kibbuz Merom Golan nahe Kuneitra errichteten. An einem kalten Novemberabend 2015 erzählte Omer vor einem wärmenden Kaminfeuer, dass er 1967 als Zionist auf den Golan gekommen war um mitzuhelfen ein Naturschutzgebiet zu errichten und damit die neu gezogenen Grenzen zu definieren. Omer hatte zunächst nicht im Sinn, Mitglied des Kibbuz Merom Golan zu werden. Dann aber begegnete er seiner Jugendliebe Hanna, die zu den israelischen Pionieren der ersten Stunde auf dem strategisch bedeutsamen Bergplateau zählte. Bis zu ihrem Tod vor einem Jahr lebten Omer und Hanna glücklich zusammen. Die älteste Tochter von Omer und Hanna war das erste israelische Kind, das auf den Golanhöhen geboren wurde. Leben an der israelisch-syrischen Grenze weiterlesen