The life after survival

On January 13, 2010, the cover page of “24 hours”, a supplement of Yedioth Achronot, featured four dozen historical black-and-white photos of underage survivors of the Holocaust holding a sign with their name in the camera. The pictures were taken after World War II in Kloster (monastery) Indersdorf in Bavaria to give assistance to the search for family members. In 2010 the historic photographs were published in an Israeli newspaper to find these survivors in Israel.

In 2019 the pictures are part of the photo exhibition „HaChaim SheAchare“ (The Life After), which opened on January 20 in the foyer of Tel Aviv University Central Library.
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Gedenken und Lernen im Beit Wolyn

1965 errichtete die Vereinigung Wolhynien mit Geldern, die sie auf der ganzen Welt gesammelt haben in Givatayim ein großes Haus in Form eines Sarges zum Gedenken an Wolhynien. Das Beit Wolyn ist ein extrem brutalistischer und beklemmender Betonklotz. Im Inneren gibt es ein Auditorium, ein paar Ausstellungsstücke und verschiedene Räume für die Untergruppen der Vereinigung Wolhynien, die sich nach der Zugehörigkeit zu den ehemaligen Gemeinden in Wolhynien gliedern. Seit den 70er Jahren nutzt Yad VaShem das Gebäude als Außenstelle. Jeden Sonntag füllt sich das Auditorium des Beit Wolyn mit Leben, wenn Hunderte Senioren aus Givatayim ihre Woche mit dem Besuch einer Vorlesungsreihe beginnen.

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Leben an der Grenze

Adele Raemer ist in den USA geboren und aufgewachsen und hat sich dort der zionistischen Jugendbewegung Young Judaea angeschlossen. Nach dem Yom Kippur Krieg machte Adele Aliya und wurde eine der Mitbegründerinnen des Young Judea Kibbuz Ketura in der Negev Wüste. 1975 kam sie im Rahmen ihres Wehrdienstes in das Kibbuz Nirim und blieb dort bis heute.

Nirim hat heute ca. 450 BewohnerInnen und liegt wenige Hundert Meter entfernt von der Grenze zum Gazastreifen. Bis zum Ausbruch der ersten Intifada ging Adele nach Gaza zum Einkaufen und an den Strand. Adele war eine Befürworterin des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen 2005. Doch der von ihr erhoffte Frieden mit ihren palästinensischen Nachbarn blieb aus. Adele beschreibt ihr Leben im Umland von Gaza als 95% Himmel und 5% Hölle. Leben an der Grenze weiterlesen

Rauchwolken über dem Paradies

Der Artikel erschien erstmals in der Jungle World #31 2018

Am Tag, als die erste Rakete auf Sderot geschossen wurde, war Dov Trachtman zehn Jahre alt und bei einem Freund zu Besuch. Die Explosion hat er nicht gehört. Als aber auf allen Fernsehkanälen Israel-Karten eingeblendet wurden, auf denen Sderot markiert war, wurde ihm mulmig zumute. Er war hier ­geboren. Terror, sagt Trachtman, hatte er bis zu diesem Tag im März 2001 ­immer nur mit Attentaten in großen Städten assoziiert. Rauchwolken über dem Paradies weiterlesen